Unternehmenswandel (5/5) – Die Suche nach Talent

Hilfe aus den eigenen Reihen?

In den vergangenen vier Teilen dieser Serie wurden Beispiele gelungener Transformationen gezeigt, wie man die Notwendigkeit solcher Umbrüche erkennt und was dabei nötig ist. Doch es gibt noch einen weiteren Faktor, der eine Rolle spielt, wenn die Überlegung gemacht wird, ein Unternehmen umzustrukturieren: Der Arbeitsmarkt.

Dabei ist es essenziell, einerseits zu analysieren, welche Fähigkeiten, Kompetenzen und Organisationsstrukturen es im Unternehmen gibt und welche davon in Zukunft gebraucht werden, um erfolgreich zu sein. Andererseits wird aber Talent benötigt, um das umzusetzen.

Zu diesen Talenten gehören jedoch nicht nur Fähigkeiten, die einzelne Mitarbeiter besitzen. Vielmehr ist der Mut, in neue Sphären vorzustoßen, unergründete Gebiete zu erkunden, einer der Skills, die an dieser Stelle benötigt werden. Denn oft wird Mitarbeitern bei solchen Maßnahmen mehr Verantwortung übertragen, sie müssen jedoch auch gewillt und fähig sein, diese zu übernehmen.

Diesen Prozess machten auch Nestlé, Adobe und Xerox (deren Erfolgsgeschichten in den vorherigen Teilen dargestellt wurden) durch, als sie bemerkten, dass neues Talent nötig ist, um gegen den Wandel in ihrer Industrie und auf dem Markt anzukämpfen. Schließlich musste für neue Wege auch neues Personal gefunden werden, sofern das Alte nicht in der Lage war, diese Wege einzuschlagen.

Neue Partner – neues Potential

Auch neue Kooperationen sind dann denkbar, was wiederum Potential für neue, erfolgreiche Partnerschaften birgt. Bevor solche Handlungen aber durchgeführt werden, sollte geklärt werden, ob sie überhaupt notwendig sind oder ob die vorhandene Palette an Arbeitern und Fähigkeiten nicht ausreichend ist, um eine Transformation durchzuführen. Das würde Aufwand und Zeit sparen. Denn es wäre die einfachste Lösung, wenn sich diese bereits in den eigenen Reihen finden lässt.

Andernfalls muss eruiert werden, ob der Markt überhaupt genug fähige Fachkräfte hergibt, die eine Transformation in eine neue Richtung stützen können. Ist das der Fall, sollte einer Umstrukturierung diesbezüglich nichts mehr im Wege stehen.

Am Ende dieser gesamten Serie bleibt also ein Fazit: Es ist nicht nur eine gute Idee, die für eine Transformation benötigt wird. Es kostet stattdessen auch viel Überwindung, diese durchzuführen. Zudem ist Geduld eine wichtige Tugend, denn solche Prozesse können lange dauern und – wie einige Beispiele gezeigt haben – anfangs holprig und mit Verlusten anlaufen.

 

Quellen:

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