Trendscreening – aus Gefahren Vorteile machen

Mit Trendscreening neue Entwicklungen erkennen.

Wettbewerbsfähigkeit ist das wohl wichtigste Merkmal von erfolgreichen Unternehmen. Dieser Charakteristik sind Eigenschaften wie innovatives Handeln, Individualität und auch Fortschrittlichkeit untergeordnet. Doch jedes Geschäftsmodell hat sein Verfallsdatum. Das liegt nicht nur an den Kunden, deren Bedürfnisse sich womöglich von Zeit zu Zeit ändern, sondern auch am gesamten Markt. Dieser wird gerade heutzutage geflutet von innovativen Start-Ups und somit neuen Ideen und Modellen, die potentielle Gefahren für bestehende Unternehmen mit sich bringen.

Trendscreening ist daher ein Begriff, der jedem Unternehmen geläufig sein sollte. Denn mit so vielen aktuell erfolgreichen Start-Ups und Innovationen ist es wichtig, den Markt im Auge zu behalten. Alte Methoden und strategische Analysen sind dabei nicht mehr so effektiv und umfassend, weshalb modernes Trendscreening Veränderungen auf dem Markt am ehesten erfassen kann.

Trendscreening: Drei Wege, Trends zu erkennen

Dr. Sylvie Römer, Leiterin des Competence Teams Markets und Innovation bei Horvath & Partners, nennt daher drei neue Informationsquellen, mit denen Unternehmen mit Leichtigkeit den Überblick über den Markt behalten können.

1. Crowdfunding-Plattformen scannen

Die erste Quelle bieten Crowdfunding-Plattformen. Das sind Plattformen, auf denen es ermöglicht wird, mit verschiedenen außenstehenden Personen ein Projekt oder eine neue Geschäftsidee zu finanzieren. Das betrifft besonders Start-Ups. Laut einer Statistik von Für-Gründer.de hat sich das Kapital, das durch Crowdfunding eingesammelt wurde, zwischen 2012 und 2015 fast verzehnfacht. Der Vorteil bei der Analyse des Marktes liegt dabei auch darin, dass gezeigt wird, welche Projekte die meiste Aufmerksamkeit und das meiste Vertrauen von möglichen Investoren erhalten.

2. Mit Think Tanks und Tickern die Übersicht behalten

Auch Think Tanks, zu Deutsch Denkfabriken, sind häufig für innovative und fortschrittliche Forschung und Entwicklungen verantwortlich. Auch diese gilt es, im Auge zu behalten – dabei sind Innovationen von anderen nicht immer als Gefahr für das eigene Unternehmen zu verstehen, sondern womöglich auch als Chance, eventuell neue Bereiche zu erschließen.

Dazu kommen Ticker, die aktuell zeigen, welche Entwicklungen sich auf dem Start-Up-Markt ergeben. Die Internet-Seite deutsche-startups.de bietet einen solchen Ticker. Seiten wie diese bieten einen guten Überblick über die neuesten Geschehnisse. Dabei ist es auch möglich, Aufgaben wie das Trendscreening an einen so genannten Trend Scout zu delegieren. Dieser ist dann dafür zuständig, den Markt zu überwachen und seine Mitarbeiter gleichzeitig über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und zu informieren.

3. Zukunftsbilder erstellen

Anschließend können, besonders im Hinblick auf die Entwicklung des eigenen Unternehmens, Zukunftsbilder erstellt werden. Diese hinterfragen zunächst, wie die Auswirkung der aktuellen Trends aussehen, um dann zu zeigen, welchen Einfluss spezielle Trends haben können und wie umfangreich diese dann für das eigene Unternehmen und die eigenen Kunden sind.

Letztlich ist das Ziel von Trendscreening deutlich: Wissen, was auf dem Markt passieren wird, sich auf mögliche Eventualitäten vorbereiten und vor allem nicht vom Markt und seinen Entwicklungen überrascht werden, sodass neue Trends letztlich zu einem eigenen Vorteil, nicht zu einer Gefahr werden.

 

Quellen:

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