Smart Products (1/4) – Smarte Geräte und ihr Potential

Eine neue Revolution?

Intelligente, vernetzte Produkte nehmen mit der Entwicklung der Digitalisierung auch Einzug in die Arbeitswelt. Wo in der Vergangenheit einfache, mechanische Produkte beim Arbeiten halfen, sind heute Geräte, die häufig zwar wesentlich kleiner sind, dafür aber um einiges komplexer. Und das Wichtigste: Sie sind alle miteinander verbunden. Smart Products nennen sich diese Geräte, die durch Datensammlungen zusätzlichen Nutzen versprechen.

Was für viele als eine große Herausforderung und womöglich sogar als Last verstanden wird, bietet aber etliche Möglichkeiten, die Arbeit zu erleichtern. Die einzige Voraussetzung ist, so scheint es, dass man sich darauf einlassen muss. Die folgende Serie stellt dar, zu was smarte Produkte fähig sind, was sie verändern können und wie man damit im besten Fall umgeht.

Zunächst werden dabei die technischen Voraussetzungen und Möglichkeiten solcher Geräte im Allgemeinen dargestellt. Hier ist es zunächst nötig, die Bestandteile dieser vernetzten Geräte zu verstehen. Sie bestehen aus drei Teilen: die physischen, die intelligenten und die Verbindungskomponenten. Physische Komponenten sind alle mechanischen und elektrischen Teile, sozusagen das, was greifbar ist. Intelligente Komponenten sind dagegen weniger greifbar. Sensoren, Datenspeicher oder Softwaresysteme gehören hierzu, während Verbindungskomponenten Ports, Antennen oder Netzwerke sind.

3.3 Billionen Euro Potential

Das „Problem“ hierbei: Smarte Technologie benötigt eine daran angepasste Infrastruktur. Sollen also intelligente Produkte in einem ganzen Unternehmen eingeführt werden, reicht es nicht, an einem Ende anzusetzen. Vielmehr muss das ganze Unternehmen daran angepasst werden. Das betrifft zum Beispiel Hardware, Software, Konnektivität in Form von beispielsweise einer Cloud und der Integration des Systems, mit dem in einem Unternehmen standardisiert gearbeitet wird.

Die Folgen sind dabei tiefergehend, als auf den ersten Blick erkennbar. Produkte entwickeln neue Fähigkeiten wie das Erstellen von Einsichten in ihre Nutzung und Performance, Mitarbeiter können komplexe Produktanwendungen überwachen und an ihre Bedürfnisse anpassen. Letztlich können vernetzte Produkte autonom arbeiten, den Mitarbeitern Arbeit abnehmen und sich von selbst an das Arbeitsumfeld anpassen.

Was in seinem Umfang nicht sonderlich groß klingt, hat in der Realität unglaubliches Potential. Einer Studie von McKinsey zufolge beinhalten smarte, standardisierte Produktionsumgebungen binnen der kommenden zehn Jahre bis zu 3,3 Billionen Euro an Potential. Die Gründe dafür sind, dass Arbeitsprozesse effizienter gemacht werden können und zudem Energie gespart wird. Auch aus diesem Grund wird gemutmaßt, es stünde mit der Integration des Internet of Things in die Arbeitswelt eine neue industrielle Revolution bevor.

Quellen:

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