Innovationen finden (2/4) – Design-Fixierung

Altbewährtes ist nicht immer förderlich. Wieso Innovationen auf neuen Wegen und Risiko aufbauen.

“Man soll nicht reparieren, was nicht kaputt ist“ ist ein Motto, das zwar häufig verwendet wird und auch seine Richtigkeit hat. Allerdings gilt das nicht immer, wenn es um Innovationen geht. Denn hier stellt sich die Frage, was innovativ daran ist, immer auf das Vertraute zu setzen. Design-Fixierung nennt sich ein Prozess, bei dem Personen auf alte Ideen vertrauen. Sie sind also auf bereits erkundete, erprobte Wege fixiert, blind gegenüber neuer Alternativen und suchen Innovationen mit einem Tunnelblick.

Konkret bedeutet das, dass ein gewisser Pfad auf dem Weg zu einer Innovation bereits aufgezeichnet ist, obwohl das der Person, die an der Innovation arbeitet, womöglich gar nicht bewusst ist. Jedoch denkt der Mensch häufig, die beste Lösung für ein Problem relativ früh erkennen zu können. Das ist natürlich selten der Fall, besonders dann, wenn es um komplexe Innovationen geht. Folglich werden keine neuen Wege erkundet oder Optionen gesucht. Stattdessen wird viel eher mit allen Mitteln versucht, diese Lösung zu verifizieren und damit zu bestätigen, dass diese funktioniert.

Der Einfluss der Arbeitgeber

Gründe dafür müssen allerdings nicht nur bei der Person selbst liegen, sondern können auch hinter Aufgabenstellung eines Vorgesetzten lauern. Denn neue, kreative Wege suchen, beinhaltet stets ein gewisses Risiko. Schließlich bauen große Innovationen immer darauf, dass ein Risiko eingegangen wurde, neue Wege gesucht und gefunden wurden. Doch auf verschiedenen Zweigen ist ein Scheitern nie ausgeschlossen – und das kann Zeit und Geld kosten.

Je nach Vorgabe eines Vorgesetzten oder Auftraggebers können also die Anweisungen hemmen, Risiken einzugehen.

Design-Fixierung – so wird man sie los

Stattdessen müssen Arbeitnehmer und Auftraggeber realisieren, dass die erste Idee nicht immer die beste ist – und dass es auf der anderen Seite persönliche Ressourcen benötigt, um verschiedene Ideen zu entwickeln. Scheitern gehört dabei zum Innovationsprozess dazu, zumindest wenn es das Ziel ist, qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erhalten.

Doch der einfachste Weg gegen Design-Fixierung ist es, diese anzuerkennen. Ein Ziel sollte also sein, sich selbst dazu zu bewegen, weiter zu denken, anstatt auf der ersten Idee zu beharren. Das kann neue Ideen abrufen, mit denen man eigentlich gar nicht gerechnet hat. 

 

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